Leut und Leben

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Lesen Sie hier unseren Artikel aus der Herbstausgabe 2023 der Zeitschrift Leut und Leben:

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Wenn ein neuer Mensch im Mutterleib heranwächst, ist das wie ein großes Wunder. Zentimeter um Zentimeter schiebt sich die Kugel nach vorne, der Bauch wird immer runder, aber leider auch der Rücken immer krummer. Besonders gegen Ende der Schwangerschaft leidet etwa die Hälfte aller Schwangeren an Rückenschmerzen. Normalerweise sind diese Beschwerden zwar unangenehm, aber harmlos. Nur wenn zusätzlich noch Fieber, Bauchschmerzen, Blutungen, Kribbeln oder L.hmungsgefühle in den Beinen auftreten, ist sofort ärztlicher Rat erforderlich.

Daher kommen die Beschwerden

Die Ursachen für Rückenschmerzen in der Schwangerschaft sind vielfältig: Zum einen verschiebt sich mit dem Wachstum des Babys in der Gebärmutter der Körperschwerpunkt nach vorne, wodurch zusätzlicher Druck im Bauchraum entsteht, der sich bis in den Rücken ausbreiten kann. Zum zweiten führt die Gewichtsverlagerung oft zu einer verstärkten Krümmung in der Lendenwirbelsäule, dem für Schwangere typischen Hohlkreuz. Und zum Dritten sind da die hormonellen Veränderungen. Diese sind zwar nötig, um das Baby optimal zu versorgen und den Körper auf die Geburt vorzubereiten, aber gleichzeitig sorgen sie auch dafür, dass Bänder, Gelenke und Muskeln weicher werden, insbesondere im Beckenbereich. Das wiederum beeinflusst das Spannungsgleichgewicht und kann zu Schmerzen im unteren Rückenbereich führen. Zudem kann das Iliosakralgelenk, eine wichtige Verbindung zwischen Kreuzbein und Beckenschaufel, Probleme bereiten, wenn es blockiert ist.

Was gegen Rückenschmerzen hilft

Bei leichten Beschwerden kann schon eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen für Entspannung sorgen. Bei stärkeren Schmerzen ist oft auch ein Beckengurt und/ oder Physiotherapie hilfreich. Zusätzlich kann auch eine osteopathische Behandlung in Betracht gezogen werden, um die Rückenschmerzen während der Schwangerschaft in den Griff zu bekommen. Der ganzheitliche Ansatz dieser sanften und sicheren Methode beschränkt sich nicht nur auf den unteren Rücken, sondern nimmt den gesamten Körper in den Blick. So können mögliche Ursachen für die Beschwerden exakt identifiziert und behoben werden.

Abwechslung ist gefragt

Aber das Allerwichtigste: Sorgen Sie immer für eine ausgewogene Balance zwischen moderater Bewegung und Ruhephasen. Ideal, um den Rücken werdender Mütter fit zu halten sind Spor tarten wie Yoga, Schwimmen, Walken oder Pilates. Im Liegen hat es sich bewährt, das Becken auf einem Kissen hochzulagern, um den Beckenboden zu entlasten.